Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring entwickeln sich kontinuierlich weiter. Seit der Erstaustragung im Jahr 1970 passen die Organisatoren des ADAC Nordrhein das Reglement regelmäßig an, um sowohl technische Fortschritte zu berücksichtigen als auch Abläufe zu optimieren und die Sicherheit weiter zu erhöhen.
Auch in der 54. Ausgabe bleibt das Rennen äußerst gefragt: Bereits mehr als drei Wochen vor Nennschluss am 22. April deutet alles darauf hin, dass die maximal möglichen 150 Startplätze vollständig vergeben sein werden. Die Grundlage für alle Regularien bildet weiterhin die offizielle Ausschreibung des Events.
Neues Format für das Top-Qualifying
Die auffälligste Neuerung betrifft das Top-Qualifying. Dieses wird künftig in drei Abschnitte unterteilt: Top Q1, Top Q2 und Top Q3. Ziel der Umstellung ist es, den Ablauf für Zuschauer verständlicher und transparenter zu gestalten.
Teilnahmeberechtigt sind wie bisher ausschließlich die Top-Klassen des Feldes, darunter SP9 (FIA-GT3), SP11 (GT2), AT1 und SP-Pro. Zusätzlich können auch Fahrzeuge der SP-X-Klasse zugelassen werden, sofern sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, etwa eine Mindestleistung von 450 PS sowie eine entsprechende Genehmigung der Rennleitung.
Vorqualifikation bleibt möglich
Auch weiterhin besteht die Möglichkeit, sich vorzeitig für das entscheidende Top Q3 zu qualifizieren. Insgesamt können sich bis zu sechs Fahrzeuge im Vorfeld einen Platz sichern.
Als Grundlage dienen die Ergebnisse der ersten drei Läufe der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) sowie des ADAC 24h Nürburgring Qualifiers. Dabei werden unter anderem die schnellsten Qualifying- und Rennleistungen berücksichtigt, einschließlich theoretischer Bestzeiten auf Basis addierter Sektorenzeiten.
Ablauf am Rennwochenende
Am Freitag des Rennwochenendes beginnt die entscheidende Phase:
- Top Q1: Alle startberechtigten Fahrzeuge (ohne bereits gesetzte Teilnehmer) treten an
- Top Q2: Die 20 schnellsten Fahrzeuge aus Q1 kämpfen um die verbleibenden Plätze
- Top Q3: Maximal zwölf Fahrzeuge ermitteln in Einzelzeitfahren die Pole-Position
Die ersten beiden Sessions dauern jeweils 35 Minuten.
Verbesserte Sichtbarkeit durch Light Panels
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Sicherheit. Bereits bekannte Leuchttafeln (Light Panels), die bislang vor allem bei Dunkelheit eingesetzt wurden, kommen künftig auch tagsüber verstärkt zum Einsatz.
Gerade bei schwierigen Wetterbedingungen in der Eifel – etwa Regen oder Nebel – sollen diese Systeme die Sichtbarkeit von Streckensignalen verbessern. Wichtig dabei: Maßgeblich bleibt weiterhin das klassische Flaggensignal, die Light Panels dienen ausschließlich der zusätzlichen visuellen Unterstützung.
Geplant ist der Einsatz von insgesamt 36 Anlagen – 28 entlang der Nordschleife und acht auf dem Grand-Prix-Kurs.
Teilnehmerfeld: Maximale Auslastung erwartet
Mit bis zu 150 Fahrzeugen zählen die 24h Nürburgring traditionell zu den größten Motorsportveranstaltungen weltweit. Für 2026 zeichnet sich bereits frühzeitig ab, dass dieses Limit vollständig ausgeschöpft wird.
Nach Ablauf der Nennfrist erfolgt eine Auswahl der Teilnehmer. Kriterien sind unter anderem die Ausgewogenheit der Fahrzeugklassen sowie die technische und sportliche Qualität der Teams. Ziel bleibt ein vielfältiges Starterfeld – von seriennahen Fahrzeugen bis hin zu leistungsstarken GT3-Rennwagen.
Sollten bestätigte Teams ihre Teilnahme zurückziehen, greift ein Nachrückverfahren, bei dem frei gewordene Startplätze neu vergeben werden.
