Nachhaltiger Rennsport: Manthey bringt neuen Porsche 911 GT3 Cup mit eFuel an den Start

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Mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit geht Manthey 2026 mit einer weiterentwickelten Version des Porsche 911 GT3 Cup auf die Nürburgring-Nordschleife. Das Fahrzeug feiert sein Renndebüt beim dritten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) und wird später auch beim 24-Stunden-Rennen eingesetzt. Besonders im Fokus stehen der Einsatz von synthetischem Kraftstoff sowie Bauteile aus recycelten Materialien.

Nach einer erfolgreichen Saison 2025, in der unter anderem ein Platz unter den Top 20 beim 24-Stunden-Rennen erzielt wurde, setzen Manthey und die Griesemann Gruppe ihre Zusammenarbeit fort. Im Jubiläumsjahr beider Partner entsteht dabei erneut ein speziell entwickeltes Fahrzeugkonzept. Der neue Rennwagen basiert auf der 992.1-Generation des 911 GT3 Cup und wurde gezielt für den Einsatz auf der Nordschleife weiterentwickelt.

Im Cockpit wechseln sich bekannte Namen ab: Björn Griesemann, Georg Griesemann, Dirk Adorf und Marco Holzer teilen sich das Fahrzeug mit der Startnummer 992. Die Fahrer konnten bereits im Vorjahr umfangreiche Erfahrungen auf der Nordschleife sammeln und waren sowohl in ihrer Klasse als auch im Gesamtfeld konkurrenzfähig unterwegs.

Technisch setzt Manthey auf ein umfassend überarbeitetes Aerodynamik- und Kühlsystem. Zahlreiche Komponenten – darunter Frontpartie, Kotflügel, Heckverkleidung und Heckflügel – bestehen aus recyceltem Carbonfaser-Verbundstoff (CfK). Zudem kommt bewusst ein bestehendes Chassis zum Einsatz, um Ressourcen zu schonen. Ein zentral platzierter Kühler verbessert nicht nur die Temperaturkontrolle, sondern reduziert auch das Risiko von Schäden bei Rennzwischenfällen. Ergänzend wurden Bremsenkühlung und Aerodynamik weiter optimiert, unter anderem durch neue Anbauteile und eine veränderte Luftführung.

Auch das Fahrwerk wurde angepasst: Verbreiterte Radhäuser ermöglichen eine größere Spurweite, während ein neuer Leichtbauradsatz zusätzlich Gewicht einspart. Für Langstreckeneinsätze wurde außerdem ein geschlossenes Tanksystem integriert, das Betankungen über die Fronthaube erlaubt.

Ein zentrales Element des Projekts ist der Einsatz von eFuel. Der Rennwagen wird vollständig mit dem synthetischen Kraftstoff „eFuel Race 98“ betrieben, der im Rahmen eines Forschungsprojekts an der TU Bergakademie Freiberg entwickelt wird. Der Kraftstoff basiert auf eMethanol, das mithilfe von grünem Wasserstoff erzeugt wird, und kann ohne technische Anpassungen in konventionellen Verbrennungsmotoren verwendet werden. Entsprechend tritt das Fahrzeug in der Kategorie für alternative Kraftstoffe an.

Neben dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring Mitte Mai stehen zuvor weitere Einsätze auf dem Programm, darunter NLS-Rennen sowie Qualifikationsläufe. Ein besonderes Highlight: Während des Rennens wird Dirk Adorf Teile der Fahrt live kommentieren und Einblicke direkt aus dem Cockpit liefern.

Bei Manthey sieht man in dem Projekt eine gelungene Verbindung aus Motorsport und Innovation. Ziel sei es, leistungsfähige Renntechnik mit nachhaltigen Ansätzen zu kombinieren und damit neue Impulse zu setzen. Auch seitens der Griesemann Gruppe wird betont, dass synthetische Kraftstoffe künftig eine wichtige Rolle spielen könnten – insbesondere, wenn es darum geht, bestehende Technologien klimafreundlicher zu gestalten.

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